„Gegen das Ohr kommt man nicht an!“

Guck mal an!
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Physiognomikausbildung Teil 1

Mein Gesicht ist eine wunderbare Konstruktion: Alles am richtigen Platz, alles halbwegs wohlgeformt (Eitelkeit lässt grüßen) und sämtliche dort angebrachten Sinnesorgane funktionieren.

Aber warum hat mein Liebster eine ganz andere Nase als ich? Selbst die Ohren meiner Freundin sehen ganz anders aus als meine. Hat das was zu bedeuten?

Die Physiognomik sagt: Ja! Na gut, wollen wir mal glauben, dass das stimmt. Aber wie kriege ich das wirklich raus?

Lesen ist ja toll, aber Erfahrungen sind besser.

Also vertraue ich – wie schon so oft – auf die Fachkenntnisse meiner Lehrerin und Freundin Sooni Kind und besuche ihre Physiognomik-Ausbildung. Hier findest du ein kleines Video dazu! Schon das erste Wochenende macht mir klar: Wir sind mehr als nur die Summe unserer Einzelteile.

Kurz zu Erklärung: wir von Hunvision e.V. nutzen die Psycho-Physiognomik. Das Wort setzt sich zusammen aus „Gnomon“, dem Beobachter, der „Physis“, dem Körper, und der Psyche, unserer Seele. Der Psycho-Physiognomiker ist also einer, der aus den Beobachtungen deines Körpers Rückschlüsse ziehen kann auf die Art, wie du in der Welt bist, wie du sie wahrnimmst und wie du normalerweise darauf reagierst. Dabei geht es nicht darum, Menschen in Schubladen zu stecken. Hier findest du mehr zu dem Thema: https://www.hunvision.de/physiognomik/

Da staunste…

…über die Vielfalt der Gesichter und Formen. Denn das beste Anschauungsmaterial sind wir selbst. Klar verteilt Sooni auch Fotos, aber wenn wir uns gegenseitig betrachten, hat es den Vorteil, dass wir nachfragen können, ob unsere Deutung der Wahrheit entspricht.

Carl Huter, der Begründer der westlichen Physiognomik, beschreibt dieses Betrachten als „fühlendes Sehen“.

Ist das nicht ein wunderbarer Begriff, lange vor dem Trend zur Achtsamkeit entwickelt?

Was ist denn jetzt mit dem Ohr?

Das Ohr zeigt nach der Physiognomik das seelische Bedürfnis – zum Beispiel nach Bewegung, Dynamik oder materiellen, greifbaren Dingen, wenn es kräftig und ein wenig tief angesetzt ist. Bei sportlichen, bewegungsfreudigen Menschen ist es oft auch relativ groß.

Aber das muss nicht immer so sein! Denn auch wenn jemand groß und so eine „richtige Kante“ ist, kann er kleine, zarte Ohren haben.

HA!

Dann trägt er sehr wahrscheinlich ein inneres Bedürfnis nach Schöngeistigem oder Kreativem in sich. Und das muss man erstmal miteinander verbinden – ist für straff organisierte, sehr aktive Menschen nicht immer einfach. Denn: „Gegen das Ohr kommt man nicht an!“, sagt Sooni. Seinem seelischen Bedürfnis sollte man also nachgeben, sonst gibt`s Verwirrung.

Und was noch?

An diesem ersten Wochenende geht es noch um den Mund, die Augen und die Nase… Es ist total interessant, die Teilnehmerinnen und der eine Mann in der Truppe, sind mindestens ebenso unterschiedlich wie ihre Ohren.

Es ist ungewohnt, den Menschen so direkt auf ihre Ohren, Nasen oder Münder zu starren und wir lachen viel dabei. Denn es geht niemals um Bewertungen wie schön oder hässlich. Das finde ich sehr angenehm, als ich wegen meiner Augen mal angesehen werde. Und als mir klar wird, dass meine Fleißzone auf der Nase nicht sehr ausgeprägt sind, verstehe ich, warum meine Kreativität und meine Produktivität noch nie das Resultat endloser Schufterei waren… 😉

Bis zum nächsten Wochenende

Ich freu mich drauf! Ich lerne Anhaltspunkte, die mir helfen, wenn ich jemanden berate. Ich sehe mir den Menschen mir gegenüber an, stelle Fragen und so kann ich sehr individuell Empfehlungen zusammenstellen.

Das bedeutet, dass ich niemandem ein Ernährungskonzept aufdrücken muss, dass nicht zu ihm passt. Das hilft ihm oder ihr dabei, die 5 Elemente für sich zu nutzen.

Mir erscheint wichtig, die Erkenntnisse bei den Beratungen immer abrufen zu können. Aber – und das betont Sooni auch immer – es wäre falsch, jemanden beim Anblick eines zarten Ohrs in die Schublade „Schöngeist“ zu stecken und gar nicht darauf zu achten, ob das alles so stimmt.

Bis dahin sehe ich mir Augen, Münder, Nasen und Ohren an. Also wundert euch nicht, wenn euch jemand in der Straßenbahn oder im Restaurant etwas zu intensiv anstarrt. Ich bin dann nicht unhöflich; ich schaue nur nach, was mir dein Ohr über dich verrät 😊…